Vorsprung durch nachhaltige Innovationskultur

"Der Fisch stinkt vom Kopf her."

Seit Jahrzehnten ist Nachhaltigkeit Thema in allen Lebensbereichen, und das Interesse, den Status Quo zu hinterfragen, steigt. Ganz aktuell mussten beispielsweise viele ihre Geschäftskonzepte aufgrund der Covid-19 Maßnahmen unter die Lupe nehmen.

Ein weiteres großes Thema ist Partizipation. Mitarbeiter wollen mitgestalten, auch in Managementfragen, und der top down Ansatz führt gerade bei den jüngeren Generationen selten zu Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Was hat das jetzt alles miteinander zu tun?

Jan Koltermann hat uns auf dem PM-Update nachhaltiges Innovationsmanagement ans Herz gelegt. Innovation ist ein Begriff, der inflationär verwendet wird und im Grunde alles und nichts bedeutet. Innovation kommt von innovare, erneuern, doch nicht jede neue Entwicklung ist eine Innovation und Kreativitätsworkshops alleine garantieren noch keine gute Innovationskultur.

Innovation lässt sich mit Evolution vergleichen. Kontinuierlich werden im Unternehmenskontext neue Wege ausprobiert, evaluiert und – wenn sie sich als funktionstüchtig erweisen – beibehalten. Natürlich geht auch mal etwas schief, das ist keine Schande. Im Grunde geht es allein um die Fähigkeit, sich weiter zu entwickeln. Und nach Darwin gewinnt am Ende, wer sich am schnellsten an sich ändernde Umweltbedingungen anpasst.

Innovationsmanagement ist strukturiertes Management, um Unternehmensziele oder Produkte zu erreichen oder zu schaffen. Dabei sind Unternehmenskultur und Innovationskultur direkt miteinander verknüpft, denn die Anwendung der typischen Instrumente wie z.B. Kreativitätsworkshops alleine machen noch keine Kultur und die Anzahl der Patentanmeldungen alleine ist kein Indikator für eine erfolgreiche Innovationskultur. Viel mehr kommt es auf die weichen Faktoren an.

Die wichtigste Ressource hierbei ist der Mensch mit seinen Erfahrungen, mit seinem Know-how, mit seiner Kreativität. Eine erfolgreiche Innovationskultur äußert sich in einem gesunden Vertrauensverhältnis zwischen den beteiligten Personen und einem gesunden Selbstvertrauen aller. Nur so ist es möglich nachhaltig auf einer Ebene zu kommunizieren, die als Nährboden für Innovationen Gedankenspiele, konstruktive Kritik und echte Zusammenarbeit zulässt.

So wie Evolution Zeit braucht, baut sich auch eine nachhaltige Innovationskultur nicht über Nacht auf. Jan Koltermann hat uns jedoch ein paar wertvolle Tipps gegeben, die in die richtige Richtung steuern und die man gerade auch als Projektleiter im Hinterkopf behalten sollte:

  • Menschen/Kollegen einbeziehen, die die eigenen Fähigkeiten ergänzen
  • Kunden und Partner einbeziehen
  • Die eigenen Grenzen überwinden lernen (ein Beharren auf das Alte bremst aus)
  • Risikobereitschaft zeigen

Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie es so schön heißt. Nur wer mit gutem Beispiel voran geht kann damit rechnen, dass andere folgen.

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