Unternehmen im Zeitalter 4.0

Nachbericht zum PM-UPDATE 2019

Wie stellt man ein Mammutprojekt in kürzester Zeit und mit den verschiedensten Stakeholdern aus Technik, Politik und IT, mit dem Anspruch etwas Neues, nie Dagewesenes zu schaffen auf die Beine?

Die VACOM Vakuum Komponenten und Messtechnik GmbH aus XYZ fertigt nicht nur Standard-, standardnahe und nach Kundenwunsch gefertigte Komponenten her, sondern bietet auch die professionelle Reinigung der Komponenten ihrer Kunden an. Hierfür wurde eigens eine ganz neue Fabrik nach den höchsten Standards und Visionen der geschäftsführenden Gesellschafterin Dr. Ute Bergner gebaut: die VACOM Smart Factory.

Frei nach dem Motto der VACOM GmbH „Nichts ist unerreichbar“ ist das Ziel der Bau und die Inbetriebnahme einer transparenten Fabrik zur Reinigung von Vakuum Komponenten mit einem weltweit einzigartigen Technologiemix.

Die VACOM GmbH hat dabei auf vorhandene, ressourcenschonende Innovationen gesetzt, wie zum Beispiel der Nutzung bifacialer Solarmodule oder dem Belüftungssystem der Nachtauskühlung und Lüftung. Frau Bergner hat jedoch auch neue Wege nicht gescheut: So wurde eine neue Datenbank geschaffen, mit Schnittstellen für alle nötigen Softwares, damit Mitarbeiter nicht mehr x Softwares bedienen müssen, sondern mit nur einer Oberfläche alle Prozesse gesteuert werden können. Durch die Zusammenarbeit mit den betroffenen IT-Firmen sind diese heute in der Lage, diese Schnittstellen überhaupt anbieten zu können. Weltweit einzigartig ist die Smart Factory außerdem in ihrer Einrichtung: Bäume in der Fertigungshalle und Efeu an den Fenstern absorbieren Öle und Fertigungsdämpfe und brechen den Schall. Das Arbeitsklima verbessert sich durch die gedämpfte Lautstärke, sauberere Luft („Hier riecht es ja gar nicht wie in einer Dreherei!“), und dadurch dass die Halle ein bisschen wie ein Hightech Museum aussieht, enorm.

Das Projekt lief so gut, dass weder der heiße Sommer, noch die voll Wasser gelaufene Baugrube und noch nicht einmal die vergessene Logistik, die im Nachhinein als weiteres Teilprojekt integriert wurde, das Vorhaben gefährden konnten.

Frau Bergners hilfreichste Tipps für das Projektmanagement sind folgende:

  • ALLE Stakeholder von Anfang an mit einbeziehen und zu Fans machen:
    Bevor das Projekt Smart Factory so richtig losging, ist Frau Bergner selbst zu allen Stakeholdern gefahren, sei es die Gemeinde, in der gebaut werden sollte, Banken, Kunden oder die Behörden, und hat das Projekt vorgestellt. So hat sie schon vorab von vielen Schlüsselpersonen ein Commitment bekommen.
  • Eine effektive Besprechungskultur etablieren:
    Das heißt, Teilnehmerkreis und Dauer der Besprechungen sinnvoll zu wählen. Jeder Teilnehmer ist auf das Meeting vorbereitet, pünktlich und kommuniziert auf Augenhöhe. Der Einladende ist im Idealfall auch der Moderator und für das Ergebnisprotokoll verantwortlich. Ziele und Fristen werden in der Agenda vorformuliert.
  • Projektleiter brauchen verlässliche und geschulte Assistenten, ohne die die Fülle an Arbeit nicht zu erledigen wäre.

Vielen Dank an Frau Bergner für diesen aufschlussreichen und inspirierenden Vortrag! Wir wünschen der VACOM GmbH viel Erfolg und Umsetzungskraft für die ehrgeizigen weiteren Ziele: die reaktionsfähige Fabrik (2019), die sich selbstregelnde Fabrik (2020) und die selbstlernende Fabrik (2027).

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