"Die machen mich wahnsinnig!"

Der "Key to see"

Wir haben es allzu oft mit Menschen zu tun, die wir nicht so super sympathisch finden, mit denen wir aber trotz allem zusammenarbeiten müssen. Kollegen, die unwissend durch ihre bloße Anwesenheit oder etwas weniger fatal, durch ihr Handeln und ihre Kommunikation unsere Trigger auslösen, hat oder hatte jeder schon mal. Wie wir mehr Verständnis für diese Kollegen aufbringen können und Situationen und Beziehungen entspannen können und hin zur produktiven Zusammenarbeit finden, hat uns Mira Mühlenhof beim PM-Update humorvoll aufgezeigt.

Konflikte entstehen, wenn die Eigen- und Fremdmotivationen nicht klar sind. Jede Partei streitet für ihre Bedürfnisse und verbeißt sich ineinander. Dabei sind sich viele nicht einmal über die eigenen Bedürfnisse bewusst. Anhand eines Enneagramms, dem „Key to See“, hat Mira Mühlenhof uns die 10 intrinsischen Motivationen und die sich daraus ergebenen Bedürfnisse erklärt.

Machtmenschen zum Beispiel haben das Bedürfnis der oder die Stärkste zu sein. Dadurch fühlen sich andere oft überfahren oder gehen auf Konfrontationskurs – was schon mal zu cholerischen Ausbrüchen führt. Scheint hinter dem einschüchternden Verhalten die Kompetenz des Machtmenschen durch, kann das aber auch Bewunderung auslösen. In Mira Mühlenhofs Buch „Stand by me – die Magie der Mitarbeiterbindung“ kann man sich genauer mit den verschiedenen Typen befassen und nachlesen, welche Typen gut miteinander auskommen, bei welchen es durchaus mal knallen könnte, und wie man den verschiedenen Typen als Führungskraft begegnet.

 

Der

 

Minibeispiel: Machtmenschen kommen typischerweise sehr gut mit Liebesmenschen oder Wissensmenschen aus. Menschen, die sich sicher fühlen oder gewinnen wollen (Sicherheits-/Kampfmenschen) und Perfektionisten haben mit Machtmenschen allerdings keine gute Beziehungsgrundlage. Während Perfektionisten das Wissensmonopol für sich beanspruchen und den Machtmenschen damit konkurrieren, fühlen sich Sicherheitsmenschen mit der dominanten Art des Machtmenschen grundsätzlich nicht wohl.

Die wichtigste Lektion von Mira Mühlenhof ist wohl, dass man gegensätzliche Persönlichkeiten nicht zu besten Freunden machen kann. Die Energie ist woanders besser eingesetzt. Was in verfahrenen Situationen jedoch Wunder bewirken kann, ist offen in einem klärenden Gespräch die fehlende Sympathie zuzugeben und für klare Verhältnisse zu sorgen: Ich mag dich nicht, du magst mich nicht, das ist keine Absicht, wir sind uns einfach nicht sympathisch. Schon Konrad Adenauer wusste: „Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht.“

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