12. pm-update Zukunftstrends im Projektmanagement

Bauvorhaben, Events, Ehrenamt – immer häufiger wird ein Projekt daraus. Raus aus der Wirtschaft, rein in die gesamte Gesellschaft: Projekte und Projektmanagement werden perspektivisch eine immer wichtigere Rolle im Arbeitsleben und der Freizeit von Menschen spielen. Das ist eine der Hauptthesen des 12. pm-updates, zu dem sich rund 60 Projektmanager aus ganz Deutschland am vergangenen Freitag in Weimar getroffen haben. Auf Einladung der Weimarer Firma APROPRO HAARBECK PROJEKTMANGEMENT und der Regionalgruppe Weimar der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) loteten die Fachleute Zukunftstrends im Projektmanagement aus. „Je größer die Bedeutung von Projektmanagement wird, desto wichtiger werden auch die Bereiche Forschung und Bildung“, sagte Prof. Yvonne Schoper vom Vorstand der GPM. Diesem Trend entsprechend gehe der Fachverband auch verstärkt an Schulen. Schoper betonte auch die wichtige Rolle von Frauen in Projekten. Über Führungsaufgaben in Projekten gelinge Frauen mehr und mehr der Einstieg in sogenannte MINT-Branchen, also Unternehmen in den gutbezahlten und zukunftsträchtigen Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

„Wie werden Projekte der Zukunft geführt?“ Dieser Frage ging der Münchner Experte für Risikomanagement Benedict Gross nach. Seiner Einschätzung nach hängt der Erfolg von Projekten zunehmend davon ab, ob die Kommunikation funktioniert. Als Beispiel brachte Gross eine Studie über Notfallsimulationen in Kliniken. „Ärztefehler sind vermeidbar, wenn die Kommunikation zwischen den Beteiligten stimmt“, so Gross. Die Ausbildung für Projektmanager müsse daher mehr und mehr soziale Komponenten umfassen. Die technischen Methoden des Projektmanagements seien ausgereift, hier sei eine Optimierung kaum noch zu erwarten.

Große Begeisterung bei seinen Zuhörern erzielte Gunnar Marx von der Hamburger Projektberatung Consensa mit seinem Vortrag über Teamführung und Teamentwicklung. Wie wichtig dabei unterschiedliche Fähigkeiten und Persönlichkeiten im Team sind, machte er an der Fußballnationalmannschaft klar: Eine Elf, bestehend aus lauter Abwehrspezialisten, hätte die WM nicht gewonnen. Um aus starken Individuen ein Team zu bilden, müsse der Projektleiter sich selbst gut kennen und Konflikte frühzeitig klären.

Das Projektteam auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören, ist die Basis. Wie dies auf kreative Weise angeschoben werden kann, demonstrierte der Berliner Projektmanager Gerd Wermerskirch spielerisch und eindrucksvoll mit simpler Spielknetmasse: Zukunftsvisionen sichtbar und fühlbar zu machen, in dem das Projektteam sich gemeinsam ein Bild des Projektes knetet und über die dann einheitliche Vorstellung letztlich Projektkosten reduzieren kann. 

Zum Abschluss des Treffens hatte APROPRO-Geschäftsführer Siegfried Haarbeck die Weimarer Künstlergruppe „Illumat“ eingeladen. Die Künstler erstellten für jeden Tagungsteilnehmer mit dem Illustrations-Automaten ein Wunsch-Comic.

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